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Angst vor Tieren

VViele Menschen haben Angst vor Tieren und können diese Angst, die sich bis hin zur unkontrollierbaren Panik steigern kann nicht steuern. Doch woraus resultiert die Angst vor einem Hund oder einer Katze, einer Schlange oder einer Maus? Bei Nachfragen kann der Verängstigte keine konkrete Antwort geben und zuckt mit den Schultern, da er für die Angst keine Erklärung hat. Sie ist einfach da und hat sich im Laufe der Zeit entwickelt, hat immer mehr Bestand in Körper und Seele eingenommen und sich mit jedem Jahr verstärkt. Die Angst ist generalisiert und verwandelt sich von einer irrealen Angst in schiere Panik, wenn das Tier vor dem Betroffenen steht oder in seiner Nähe vorbeigeht. Dabei gibt es keine wirkliche Erklärung, da kein Haustier einen Menschen angreift und für die meisten Menschen bester Freund, nicht Objekt der Angst ist. Angst vor Tieren kann man bekämpfen und durch Übungen, sowie Hinterfragungen in einen gesunden Konsens mit sich selbst und dem Haustier gelangen. Dabei spielt es eine wichtige Rolle, der Ursache auf den Grund zu gehen und den Zeitraum einzugrenzen, in dem die Angst zum ersten Mal auftrat. Angst vor Tieren kann anerzogen und bereits durch die Eltern geprägt, aber auch durch ein traumatisches Erlebnis im Kontakt mit einem Tier entstanden sein.

Wer noch nie von einem Hund gebissen wurde, kann sich die Angst vor diesem Tier selbst nicht erklären. Ergründet man die Ursachen der Angst, kann man ganz neue Wesenszüge an sich erkennen und eine Perspektive einnehmen, die mit der Angst brechen und einen neuen Umgang mit dem bisher verängstigenden Tier sorgt. Hierbei stellt man sich die Frage, welche Bedeutung zum Beispiel der Hund auf einen selbst hat und was man empfindet, wenn ein Hund den Gehweg kreuzt oder direkt vor einem steht. Um die Empfindungen in Gegenwart des Hundes zu ergründen und daraus einen Kontext zur eigenen Angst zu erstellen, schreibt man alle Eigenschaften auf, die einem im Zusammenhang mit dem Hund einfallen. Steht auf dem Stichpunktzettel anschließend: bissig, hinterhältig und zum Beispiel unberechenbar, sind dies die Eigenschaften, die nicht primär auf den Hund bezogen sind. Fakt ist, dass man sich ebenso vor Menschen fürchtet, die diese Eigenschaften aufweisen und beispielsweise forsch und ehrlich auftreten, was in Kurzform bissig bedeutet. Geht man nun ein Stück weiter und kehrt in sich, wird man genau die Eigenschaften wiederfinden und spüren, dass man alles tut, um diese Charakterzüge an sich selbst zu vermeiden und zu unterdrücken.

Die generalisierte Angst vor Tieren wird dementsprechend aus dem eigenen Ich und der Unterdrückung von Bedürfnissen und Wesenszügen auf ein Tier projiziert, auf das sich dieses Wesen anwenden lässt. Steht der Angst vor einem Tier kein prägendes Erlebnis gegenüber und eine Erklärung der Panik, die bis zum Erstarren oder Aufschreien beim Anblick des Tieres führen kann bleibt aus, kann dieser Ansatz helfen und eine Überleitung zum eigenen Wesen herstellen. Die Angst vor einem Tier lässt sich effektiv bekämpfen und wird mit jeder Übung geringer, in der man sich dem eigenen Wesen stellt und für sich herausfindet, warum man nicht offen und ehrlich sein, jemandem die Meinung sagen oder ohne Vorwarnung auch einmal laut werden und seine Seele reinigen kann. Wer diese Übungen vollführt und mehr in sein Bewusstsein und sein Wesen eintaucht, wird die Angst vor dem Tier automatisch verlieren und kann sogar dazu tendieren, das ehemals ängstigende und gemiedene Tier als sein Lieblingstier anzusehen. Gleich und gleich gesellt sich gern. Keine Metapher passt besser, betrachtet man das Tier und vergleicht die Eigenschaften mit der eigenen Persönlichkeit. Unterdrückte Wesenszüge können Angstgefühle auslösen und dazu führen, dass man diese Furcht auf andere Wesen, beispielsweise ein Haustier projiziert.


© 2014 Holzapfel-Coaching, Fernanda Holzapfel

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