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Angst

Die Angst ist ein natürlicher Schutzmechanismus, um lebensbedrohlichen Situationen zu entgehen und gilt als Warnsignal bei körperlichen oder seelischen Gefahren. Angst ist eine sehr wichtige Emotion und entwickelt sich bei realen, aber auch bei imaginären Gefahren und in verschiedenen Situationen. Angst kennt verschiedene Stufen und kann von einer leichten Sorge über seelisches Unwohlsein, bis hin zu einer generalisierten Angst mit panischer Auswirkung reichen. Auch wenn es sich beim Gefühl der Angst um eine emotionale Sorge handelt, beeinflusst sie die Körperlichkeit und kann sich auf die Gesundheit, das Lebensgefühl und Wohlbefinden auswirken. Menschen die stetig in Sorge leben und die Angst in den Vordergrund ihrer Entscheidungen stellen, berauben sich vieler schöner Erlebnisse und geraten in einen Kreislauf, aus dem das Entkommen schwer ist. Es gibt verschiedene Ängste mit ganz unterschiedlichen Zusammenhängen. Doch für jede Angst, sei es vor Haustieren oder dem Zahnarzt, vor Flügen und vor der Höhe, oder aber vor ganz alltäglichen Dingen, gibt es eine Lösung und Abhilfe. Wer in sich hinein hört und der Angst keinen großen Spielraum in seinen Emotionen einräumt, beugt einer Generalisierung der Emotion vor und kann Ängste überwinden. Hierbei ist es wichtig, die Ursache der Angstentstehung zu kennen und sich gedanklich in seine Vergangenheit zu bewegen.

Oftmals sind angstauslösende Erlebnisse so prägend, dass sich der Mensch in Zukunft vor gleichen oder ähnlichen Situationen schützt und auch ohne eine direkt drohende Gefahr mit Angst reagiert. Die Vermeidungsstrategie begleitet ängstliche Menschen täglich und ist die Basis für stetig steigende Angst, ohne dass eine direkte Bedrohung ersichtlich ist. Menschen die sich zum Beispiel vor Höhe fürchten und unter Höhenangst leiden, werden anfangs nur wirklich gefährliche, in Folge aber auch vollkommen ungefährliche Situationen in Verbindung mit Höhe meiden und ihre Angst so in den Mittelpunkt stellen, dass der Blick aus dem Fenster zu Herzrasen und kaltem Schweiß auf der Haut führt. Was als schützende und vor Gefahren bewahrende Angst begann, verselbstständigt sich und kann im Laufe der Zeit jegliche Lebensqualität nehmen. Wenn die Angst spürbar im Nacken sitzt und sich anfänglich auf eine bestimmte Situation projiziert hat, geht diese Emotion durch die Handlung des Menschen in einen Angstfluss über, der auch auf andere Situationen angewendet wird und so immer mehr Möglichkeiten ausschließt. Um der Angst Herr zu werden und sein Leben nicht in Furcht und Sorge zu verbringen, bietet sich eine Stichpunktliste als Hilfe und Unterstützung an. Sobald man eine Angst verspürt oder vor Sorge zur Ablehnung neigt, schreibt man diese Punkte auf und fertigt eine Pro und Kontra Liste an. Auf der Kontra-Seite findet sich die Angst in Kombination mit dem Moment, in dem sie sich des Körpers bemächtigt hat. Auf der Pro-Seite trägt man ein, welche Möglichkeiten man sich verwehrt und welche Chancen man ohne die Angst hätte nutzen können. Ein Blick auf die Liste ist ein hilfreiches Mittel, um neuen Mut zu gewinnen und der Angst keinen zu hohen Spielraum zu schaffen.

Früher war Angst ausschließlich ein Warnsignal, wenn Leib und Leben in reeller Gefahr waren und diese Emotion zum Beispiel durch ein Bauchgefühl oder die mit der Angst einhergehende Gänsehaut vor dem Übergriff eines wilden Tieres, vor einem gefährlichen Sturz oder dem sprichwörtlichen Feind im Nacken warnte. Heute geht die ursprüngliche Existenzangst nicht mehr mit wahren Bedrohungen, sondern meist mit finanziellen Problemen oder der Sorge um den Verlust der Arbeitsstelle, der Trennung vom Partner oder einer imaginären Bedrohung für die Familie einher. Da die grundlegende Angst um Leib und Leben nicht mehr vorherrscht, die Emotion aber ein fester Bestandteil in der Seele jedes Menschen ist, sucht sie sich neue Wege und tritt in eigentlich ungefährlichen Situationen auf. Die Überwindung der Angst lässt das Leben aus einer neuen Perspektive betrachten und schafft Möglichkeiten, sich aus dem Strudel der Vermeidung und Ablehnung zu befreien. Um Angst zu überwinden, spielt die Konfrontation mit dem Auslöser eine äußerst wichtige Rolle. So lässt sich die Angst vor einem Hund nur aus der Welt schaffen, sucht der Betroffene die Nähe von Hunden und spürt, dass von dem Tier keinerlei Gefahr ausgeht. Bei sehr starker Angst kann die Rückführung in ein sorgenfreies Leben einige Übung erfordern und einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen. Fakt ist, dass eine Konfrontation mit dem Auslöser und eine anschließend positive Erfahrung Ängsten den Nährboden entzieht.


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