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Handbuch des Kriegers des Lichts

Beitrag von Guenther

Handbuch des Kriegers des Lichts – Juli 2006


Ein Handbuch und spiritueller Wegweiser mit Coelhos eigenen Reflexionen und denjenigen seiner persönlichen Wegbegleiter, die – von Sun Tsu und Lao Tse über das ›I Ging‹, Gandhis Schriften und Herrigels ›Zen in der Kunst des Bogenschießens‹ bis zu chassidischen Meditationen, islamischen Weisheitsbüchern und christlichen Pilgerlegenden – uns Mut und Lust machen, jenseits der Alltagsverstrickungen unser Schicksal anzupacken, den eigenen Lebenstraum zu finden und beharrlich dafür zu kämpfen.

Über den Autor und weitere Mitwirkende:

Paulo Coelho, geboren 1947 in Rio de Janeiro. Alle seine Romane, insbesondere ›Der Alchimist‹, ›Veronika beschließt zu sterben‹, ›Elf Minuten‹ und zuletzt ›Die Schriften von Accra‹, sind Weltbestseller, wurden in 80 Sprachen übersetzt und erreichten eine bisherige Weltauflage von über 175 Millionen Exemplaren. Seine Reflexionen und die Themen seiner Bücher regen weltweit Leser zum Nachdenken an und dazu, ihren eigenen Weg zu suchen.

Ein aktueller Kommentar:

Weisheit baut auf Erfahrung auf. Eine Erfahrung, die immer persönlicher, individueller Natur ist, eröffnet und weitet den Blick. Er wird frei für das „Dahinter“, das von dem scheinbar Banalen, der alltäglichen Routine verstellt wird. Auf das Läuten der – im Buch beschriebenen – Glocken einer untergegangenen Kirche zu horchen, lässt es uns überhören. Erst das Wahrnehmen des gesamten Klangteppichs, den das Leben in jedem Moment webt, lässt den Glockenklang als einen Teil des umfassenden Musters hervortreten.

Wer nach der ersten Begegnung mit dem Buch eine in sich geschlossene Geschichte erwartet, wird enttäuscht: aus Gleichnissen und Metaphern – teils aus der fernöstlichen Weisheit, wie dem I Ging entliehen – spinnt Coelho einzelne Fäden und knüpft daraus ein Gewebe, aus dem seiner Ansicht nach „der Krieger des Lichts“ besteht.

Dabei besticht er durch seine Fähigkeit, das Einfache in neue Bezüge zu setzen und ihm dadurch Tiefe zu verleihen. Das Einfache, das durch Verengung der Wahrnehmung Überhörte und Übersehene und das in alltäglicher Routine Untergegangene, bekommt so einen nahezu spirituellen Charakter. Genauso verhält es sich auch mit dem Text: jeder einzelne Satz scheint trivial, doch die Gesamtheit der Sätze werden vor dem geistigen Auge zu der Gestalt des Kriegers des Lichts und somit zu mehr als zu ihrer schlichten Summe. Und auch das ist Weisheit: sie entsteht, wenn die Menge der Erfahrungen ein bestimmtes Maß überschreitet, wenn zwischen den einzelnen Erfahrungen neue Bezüge hergestellt werden. Wie das geht, zeigt Coelho. Und er zeigt auch, dass eine momentane Niederlage das Maß der Erfahrung erhöht.

Das Buch motiviert zum Durchhalten, zum Experimentieren mit dem eigenen Leben. Es bringt Licht, wenn das Leben dunkel erscheint. Und in lichten Augenblicken liefert es – einem Handbuch gemäß – einen Leitfaden, an dem sich der „Krieger“ oder die „Kriegerin“ orientieren und so die eigene Persönlichkeit weiter entwickeln kann.

Alles in allem ist „das Handbuch des Kriegers des Lichts“ kein Buch jeden. Wer schlichte Unterhaltung sucht, sollte woanders eher fündig werden. Wer jedoch nach Weisheit und der Vervollkommnung der eigenen Persönlichkeit strebt und auch das eine oder andere Mal breit ist, länger als eine Minute über einen Satz nachzudenken, kann beherzt zugreifen. Den Unschlüssigen rate ich, erst einmal in dem Buch zu blättern – besonders im Mittelteil.



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