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Ich, Ich bin…

Ein Mensch. Ich bin ein eigenständiges Wesen und ich bin die Summe all der Gefühle und Emotionen, der Charakterzüge und der Wesensarten, die ich zulasse. Doch wer bin ich wirklich und was ist das, was wir Menschen als das Ich bezeichnen? Ich bin resultiert aus dem Sein, dem menschlichen Dasein und der Schöpfung an sich. Ich bin – das sind zwei Worte, die alles ausdrücken und alles sein können. Ich bin glücklich. Ich bin traurig. Ich bin krank oder ich bin arm, schwach, alkoholabhängig oder dumm. Je nachdem, welches Wort wir hinter „ich bin“ setzen, prägen wir eine Aussage, mit der wir unsere Person, unser Wesen, das Sein beschreiben. Seit Jahrhunderten beschäftigen sich Philosophen mit dem Sein und dem Ich, mit der Wirkung dieser beiden Worte als Auslöser für die Darstellung der eigenen Persönlichkeit. Wer sich stetig mit den beiden Worten „Ich bin“ ausdrückt, verliert schnell den Überblick über das, was Sein wirklich bedeutet und vergisst, dass er sein Leben in den eigenen Händen hält und es nach seinen Wünschen gestalten kann. Ich bin unglücklich. Sicherlich ist das eine Aussage, die für Mitleid und Fragen in der Familie oder im Freundeskreis sorgt. Doch was fehlt, ist der Lösungsansatz.

Kann man lernen, aus dem eigenen Gefühl zu schöpfen und anstelle der Aussage: Ich bin unglücklich, etwas tun, mit dem man sein Glück begünstigt und den Umstand verändert? Man kann und noch wichtiger, man muss es tun und sollte nicht an einem Zustand festhalten, der nicht das ich, sondern nur einen gefühlten Moment beschreibt. Das Ich-Bewusstsein führt in die Rolle des Beobachters und zeigt uns, dass wir nicht das sind, was wir täglich von uns behaupten und mit zwei einfachen Worten beschreiben. Menschen die weniger von „Ich bin“ sprechen und diese beiden Worte nur bewusst und in einem kausalen Zusammenhang einsetzen, leben bewusster und führen ein ganz anderes Sein. Diesen Umstand kann man lernen und mit alten Floskeln brechen, die jeglichen Zustand im Alltag mit dem Sein in Verbindung bringen, obwohl sie nur einen Moment und nicht das Dasein, die Schöpfung als Solche beschreiben. Aus der Rolle des Beobachters heraus merkt man schnell, dass man nicht das ist, was man mit Ich bin stetig behauptet. In der Gesellschaft gerät immer mehr in Vergessenheit, wer man wirklich ist und wo der Sinn des Lebens liegt. Nur aus diesem Grund wird „ich bin“ so häufig verwendet und in Zusammenhänge gestellt, die bei bewusster Verwendung der Wortkette nicht so häufig zum Einsatz kämen.

Wer bin ich, wo komme ich her und was ist mein Sinn im eigenen Dasein? Menschen die sich diese Frage stellen und ihren Sinn im Leben erkennen, gehen mit dem eigenen Ich sorgsamer um und stellen es nicht so häufig unbewusst in den Zusammenhang mit einem vorübergehenden Gefühl. Denn was ich bin, kann ich selbst entscheiden und hierzu meine Fähigkeit als Mensch nutzen, die mir den freien Willen gibt und mich jederzeit dazu bemächtigt, Veränderungen herbeizuführen und Zustände zu beenden, mich in neue Situationen zu begeben und neue Erfahrungen zu machen. Ich bin: die Summe meiner Erfahrungen, die ich auf meinem Lebensweg gemacht und die mein Wesen geprägt haben. Wer sich dieser Tatsache bewusst wird und die Worte „ich bin“ seltener verwendet, da er sie durch andere, besser zur Aussage passende Worte ersetzt, wird bald von sich behaupten können: „Ich bin glücklich und ich bin ICH selbst“. Jeder Mensch verfügt über die Macht, sein Ich jederzeit neu zu definieren und sein Wesen zu erkunden, sein Leben zu beeinflussen und sich von störenden Dingen zu lösen, um Platz für neue Dinge und positive Erlebnisse, für ein neues und zufriedenes Ich zu schaffen.


© 2014 Holzapfel-Coaching, Fernanda Holzapfel

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